E-Gitarren

Klar, die E Gitarre verkörpert wie kein anderes Instrument die Rockmusik. Aber auch in anderen Stilrichtungen wie Jazz, Blues, Funk, Reggae oder Ska führt kein Weg am elektrisch verstärkten Sechssaiter vorbei. Die Modelle sind dabei so unterschiedlich wie die Musik selbst. Aber welche Gitarre ist nun die richtige? weiterlesen

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Die E Gitarre – eine kurze Einführung

Worauf kommt es an bei elektrischen Gitarren?

Die Pickups – Single Coil oder Humbucker?

Die bekanntesten Modelle der E Guitar

E-Gitarre verkaufen und kaufen

 

Die E Gitarre – eine kurze Einführung

Dass der Gitarrist derjenige ist, der von seinen Mitmusikern angemeckert wird, er solle doch mal leiser spielen – dieses alltägliche Szenario war vor 80 Jahren noch undenkbar. In Jazz-und Swingcombos war die Gitarre ein reines Begleitinstrument, das es schwer hatte, sich gegen Bläser und Drums durchzusetzen. Erst mit dem elektromagnetischen Tonabnehmer wurde ein Weg eingeführt, die Gitarre rückkopplungsarm zu verstärken. Die ersten serienreifen elektrischen Gitarren waren sogenannte Hollow Body- oder halbakustische Modelle. Der Musiker und Tüftler Lester Polsfuss, der später als Les Paul Musikgeschichte schrieb, stellte fest, dass eine Massivholz-Gitarre mehr Sustain (Nachklang) besitzt, als er in eine zersägte Akustische einen Holzklotz einsetzte. Von „The Log“ war es nur noch ein kleiner Schritt zur ersten massiven „Brettgitarre“. Die Telecaster, basierend auf der noch teilweise hohlen Bigsby/ Travis-Gitarre und weiterentwickelt von Leo Fender, war dann die erste serienmäßig hergestellte Solid Body-Klampfe. Der Rest ist Rockgeschichte.

Worauf kommt es an bei elektrischen Gitarren?

Wer sich eine E Gitarre kaufen will, steht vor vielen Entscheidungen. Viele werden, inspiriert von den jeweiligen Lieblingsmusikern, schon Vorstellungen haben, wie das Instrument aussehen soll. Wichtiger noch ist jedoch der Klang. Der wird bestimmt durch die verwendeten Hölzer, die Konstruktionsweise und nicht zuletzt die Elektronik. Natürlich sind Verstärker und Effekte ebenso wichtig, wir wollen uns erst einmal auf die Gitarren selbst konzentrieren:

In Jazz, Blues oder Rockabilly sind Halbresonanzgitarren oder Semi-akustische Gitarren sehr häufig anzutreffen: Diese haben einen hohlen Korpus, sind aber flacher als Akustikgitarren, liegen also zwischen beiden Welten. Sie haben einen warmen, lang ausschwingenden Klang, sind weniger geeignet für extreme Verzerrung und anfälliger für Rückkopplungen.

Die typische elektrische Gitarre hat einen Korpus aus massivem Holz (deshalb Solid Body). Je mehr Masse, desto länger kann die Saite ausschwingen. Allerdings wird das Instrument auch schwerer.

Mindestens so wichtig ist das Spielgefühl. Beeinflusst wird dies durch die Dicke des Halses und der Saitenlage. Eine Gibson Les Paul hat im Vergleich zur Fender Stratocaster eine kürzere Mensur (Länge der gespannten Saiten), erfordert eine geringere Spannung und lässt sich so bequem niederdrücken. Manche mögen einen runden Hals, wie ihn „Paulas“ haben, für flink solierende Flitzefinger wie Steve Vai oder Joe Satriani kann der Hals kaum flach genug sein – hier hat etwa Ibanez für zahlreiche beliebte Modelle gesorgt.

Die Pickups – Single Coil oder Humbucker?

Die ersten E Gitarren waren mit einfachen Tonabnehmern ausgestattet – der Klang der einfachen Spulen wird auch heute noch mit klassischem Rock oder Blues assoziiert. Denkt etwa an John Frusciante, Mark Knopfler oder David Gilmour. Der Humbucker, bei dem zwei gegenläufig ausgerichtete Tonabnehmernebeneinander platziert sind, wurde erfunden, um Nebengeräusche wie Brummen („hum“) zu minimieren. Er klingt wegen seiner höheren Ausgangsspannung kräftiger, weniger höhenbetont, dafür mittenlastiger. Rockgitarristen schwören auf den Druck, den die Humbucker erzeugen.

Wichtig ist auch die Position, an der der Tonabnehmer die Saitenschwingung aufnimmt. Am Hals kommen mehr Tiefen durch, der Klang ist insgesamt voller. Am Steg hingegen entsteht ein kräftigerer, aggressiver Klang – der Humbucker an der Stegposition ist die Go-To-Konstellation für moderne Rockgitarre.

Die bekanntesten Modelle der E Guitar

Hier eine kleine Übersicht über die beliebtesten Formen – natürlich gibt es zahlreiche weitere und auch die Stil-Einordungen sind nicht in Stein gemeißelt.

Die Telecaster: Die erste Solid Body Gitarre ist auch heute noch beliebt bei Rockbands mit Retro-Einschlag; auch für Countrymusik hat sich ihr näselnder Sing Coil-Sound mit viel Twang als Standard etabliert. Fender und Squier liefern hier die Originale.

Die Stratocaster: Die E-Gitarrenform schlechthin, entworfen von Leo Fender, ist enorm vielseitig und in jedem Sound zuhause. Für Rockgitarristen konzipierte Weiterentwicklungen mit Humbucker und kräftigerem Sound werden auch Superstrats genannt.

Die Gibson SG: Auch hier muss man nur einen Namen nennen, dann wissen alle Bescheid: Angus Young.

Semiakustische: Wie oben erwähnt, sind diese in Jazz, Blues, Rockabilly und manchmal auch Britpop beliebt.

E-Gitarre verkaufen und kaufen

Hochwertige E Gitarren von großen Marken wie Fender, Gibson, Epiphone, Rickenbacker und Ibanez, um nur einige zu nennen, sind für die Ewigkeit gebaut. Eine E Gitarre gebraucht zu kaufen, bietet neben dem preislichen Vorteil den, dass das Instrument bereits gut eingespielt ist, das Holz nicht mehr „arbeitet“ und mitunter schon eine charmante Patina hat. Eine elektrische Gitarre hoher Qualität lässt sich immer zu einem guten Preis weiterverkaufen. Eine neue E Gitarre im unteren bis mittleren Preissegment kann durchaus Qualität bieten, gerade für Einsteiger muss es nicht gleich das Top-Modell sein.

   

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