Westerngitarren

Nicht nur für Cowboys am Lagerfeuer: Unter "Westerngitarre" versteht man gemeinhin eine Akustikgitarre mit Stahlsaiten, in Abgrenzung zur mit Nylonsaiten bespannten Klassikgitarre. Nichtsdestotrotz gibt es auch innerhalb dieser Gruppe eine Menge unterschiedlicher Bauformen und Modelle. Sie findet Einsatz in Rock- und Popmusik, in Country und Folk, und auch die Helden der Stromgitarre greifen ganz gerne mal zur Westernklampfe, um unplugged abzurocken. weiterlesen

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Westerngitarre, Konzertgitarre, Akustikgitarre: was ist das Unterschied?

Westerngitarre kaufen worauf achten?

Westerngitarre gebraucht oder neu?

 

Westerngitarre, Konzertgitarre, Akustikgitarre: was ist das Unterschied?

Die meisten Gitarrenanfänger, besonders Kinder, lernen das Gitarrespielen auf einer Nylonsaiten-Gitarre. Die hat den Vorteil, dass sie sich leicht spielen lässt, günstig zu haben ist, und schön klingt. Dennoch ist sie stilistisch limitiert, und nach den ersten Versuchen, "Sweet Home Alabama" anzustimmen, wird man feststellen, dass eine Konzertgitarre nicht rockt. Stahlsaiten haben einen wesentlich schärferen und brillanteren Klang, weswegen die Westerngitarre das (akustische) Instrument der Wahl für Rockmusiker wie auch Singer-Songwriter ist. Gezupft oder geschlagen ("Strumming") kommt sie in vielen Rock- und Popproduktionen zum Einsatz, natürlich in Balladen, aber auch in Rocksongs werden sie gerne zusätzlich zu E-Gitarre und Bass untergemischt. Hier ist weniger ihr Ton wichtig als der perkussive Charakter des Anschlags, der das Klangbild rhythmisch verdichtet. Wer bislang nur auf Klassikgitarren gespielt hat und nun auf Stahlsaiten umsteigt, muss sich mitunter erst einmal an die neue Westerngitarre gewöhnen: Der Hals ist schmaler, die Saitenabstände entsprechend auch, und auch die Fingerkuppen müssen sich erst einmal an die dünnen Drähte gewöhnen. Der Klang und das Spielgefühl belohnen die Mühe schnell. Ihr schmaler Hals hat auch Auswirkungen auf die Spieltechnik: So greifen viele Spieler mit dem Daumen über den Hals auf die tiefe E-Seite. Auch zum Solieren werden Westerngitarren gebraucht, was der Hals, der erst ab dem 14. Bund in der Korpus übergeht, durch einen weiteren Tonraum fördert. Das gilt besonders für Modelle, bei denen ein Cutaway der Hand noch mehr Zugang zu den hohen Lagen erlaubt. Für Solostücke wie klassische Gitarrenstücke eignen sich sie sich dagegen weniger.

Westerngitarre kaufen: worauf achten?

Die Auswahl ist riesig, und wer eine Westerngitarre kaufen will, muss sich erst einmal zurecht finden. Hier ein paar Tipps, worauf du achten solltest:

Tonabnehmer ja oder nein? Wer sein Instrument live auf die Bühne bringen will, ist mit einem Tonabnehmersystem gut beraten. Standard sind die crisp klingenden Piezo-Tonabnehmer, die unter dem Instrumentensteg die Schwingung abnehmen. Alternativ kann man seine Gitarre auch nachrüsten, hier gibt es auch magnetische Pickups wie bei E-Gitarren, die ins Schalloch geklemmt werden. Üblicherweise haben Westerngitarren mit Pickup einen EQ zur Klangregelung an Bord, und auch ein Stimmgerät ist meist in der Steuerkonsole integriert.

Budget: Gute Westerngitarren gibt es von renommierten Marken wie Ibanez, Gibson, Fender oder Yamaha bereits im niedrigen dreistelligen Preisbereich. No-Name-Klampfen (zum Beispiel die Eigenmarken der großen Händler) sind neu gar schon unter 100 € zu haben, oftmals bieten sie ein erstaunlich gutes Preis-Leistungsverhältnis. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt, für das vierstellige Budget bieten Marken wie Takamine oder Martin wirklich edle Stücke.

Holz: Das Material hat große Auswirkungen auf die Klangeigenschaften. Harte Hölzer mit hoher Dichte ergeben ein sattes Sustain, weswegen Mahagoni, Palisander (Rosewood) oder Ebenholz gerne genommen werden. An heimischen Hölzern sind Ahorn und Fichte die beliebtesten. Auch die optische Wirkung hängt in starkem Maße von der Holzart ab.

Korpusform: Die Dreadnought (seinerzeit von Martin Guitars nach einem Schlachtschiff benannt) ist die Form, die sich als Standard etabliert hat. Auch soundtechnisch ist sie ein echter Allrounder, für Picking wie für hartes Akkordespiel. Jumbogitarren sind im Vergleich bauchiger und bieten auch unverstärkt einen druckvollen, lauten Klang mit markigem Bass. Sind ihre prägnant kurvigen Formen in kleinerem Maßstab umgesetzt, spricht man von einer Mini-Jumbo. Wer viel in den hohen Lagen spielt, wird Korpusformen mit Cutaway, also einer Aussparung unter dem Hals bevorzugen. Eine Sonderform sind die Roundback-Gitarren, für die die Firma Ovation steht. Deren Korpus besteht nicht aus Holz, sondern aus einer gewölbten Kunststoffschale, was sie sehr leicht macht. Unverstärkt klingen sie eher leiser und dünn.

Sondermodelle: Der Einsteiger ist mit dem regulären Sechssaiter gut bedient. Wer hingegen seinen Fuhrpark noch erweitern möchte: 12-saitige Westerngitarren haben einen besonders vollen, leicht schwebenden Klang (denkt an Led Zeppelin). Auch Baritongitarren, deren Tonraum beim tiefen H beginnt, können dem eigenen Spiel neue Aspekte hinzufügen.

Westerngitarre: gebraucht oder neu?

Wie oben schon ausgeführt gibt es eine gute neue Westerngitarre schon zum niedrigen Preis. Doch auch der Gebrauchtmarkt für Gitarren ist riesig, und entsprechend lassen sich hier echte Schnäppchen machen, weil immer jemand seine alte Westerngitarre verkaufen will. Im besten Fall erhältst du ein gut eingespieltes Instrument in gutem Zustand. Andernfalls kann ein Gitarrenbauer Aspekte wie Saitenlage feinjustieren oder einzelne Teile ersetzen. Wer seine Westerngitarre verkaufen möchte, beispielsweise wegen Hobbyaufgabe: Die bekannten Marken sind recht wertstabil. Wichtig ist nur, dass das Instrument gut gepflegt ist, Macken und Kratzer schmälern den Wert.

   

Der Saitenwechsel auf einer Westerngitarre

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